AEM Holdings hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 deutlich mehr verdient. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 29,9 Prozent auf 247,2 Millionen S$, der Nettogewinn um 875,6 Prozent auf 30,8 Millionen S$. Rückenwind kam vor allem von der Nachfrage nach Testlösungen für Chips für künstliche Intelligenz (KI) und Hochleistungsrechner (HPC). Der fabless KI/HPC-Kunde – ein Chipentwickler ohne eigene Fertigungsstätten – wurde zum größten Umsatzbeitrag des Konzerns.
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KI- und HPC-Geschäft treibt die Testlösungen
Der Umsatz mit dem fabless KI/HPC-Kunden wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 191,7 Prozent. Besonders stark entwickelte sich das Segment Test Cell Solutions (TCS): Der Umsatz legte um 52,5 Prozent auf 180,9 Millionen S$ zu. Damit entfielen 73,2 Prozent des Konzernumsatzes auf TCS, gegenüber 62,3 Prozent ein Jahr zuvor.
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AEM meldete außerdem Bestellungen für die AMPS-Testplattform von seinem KI/HPC-Kunden und einem PC-/Foundry-Kunden. Der daraus resultierende Auftragsbestand für AMPS lag laut Unternehmensangaben zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei mehr als 400 Millionen S$. Die verfügbaren Angaben schlüsseln nicht auf, wie viele Plattformen bei den einzelnen Kunden zum Einsatz kommen.
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Die höheren TCS-Volumen verbesserten auch die Profitabilität: Bei größerer Auslastung verteilten sich die Fixkosten auf eine höhere Produktion.
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Auftragsfertigung: weniger externe Nachfrage, mehr konzerninterne Arbeit
Der externe Umsatz im Segment Contract Manufacturing (CM) sank um 5,7 Prozent auf 63,2 Millionen S$ und machte 25,6 Prozent des Konzernumsatzes aus. AEM führte den Rückgang vor allem auf eine schwächere Nachfrage externer Kunden aus der Öl- und Gasbranche zurück.
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Gleichzeitig nahm die Arbeit zu, die CM für andere Geschäftsbereiche des Konzerns leistete: Der konzerninterne Segmentumsatz stieg um 363,6 Prozent. CM unterstützte damit den Produktionshochlauf der AMPS-Plattform für TCS. Diese internen Leistungen sind keine Verkäufe an externe Kunden.
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Gewinnmargen legen deutlich zu
Der Nettogewinn erhöhte sich von 3,2 Millionen S$ im ersten Halbjahr 2025 auf 30,8 Millionen S$ im ersten Halbjahr 2026. Der Gewinn vor Steuern stieg von 3,9 Millionen auf 38,2 Millionen S$. Die Vorsteuergewinnmarge weitete sich von 2,1 auf 15,5 Prozent aus; die Nettogewinnmarge erreichte 12,5 Prozent.
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Der Gewinn je Aktie lag bei 0,0979 S$, also 9,79 Singapur-Cent. Im Vorjahreszeitraum waren es 0,0098 S$ beziehungsweise 0,98 Cent.
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AEM kündigte eine Zwischendividende von 2,4 Singapur-Cent je Aktie an. Die Auszahlung ist für den 8. September 2026 vorgesehen.
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Umsatzprognose für 2026 angehoben
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet AEM nun einen Umsatz von 630 bis 680 Millionen S$. Zuvor hatte die Prognosespanne bei 550 bis 600 Millionen S$ gelegen. Als Gründe für die Anhebung nannte das Unternehmen den Produktionshochlauf beim fabless KI/HPC-Kunden sowie die Einführung der AMPS-Plattform durch den PC-/Foundry-Kunden für künftige Testanforderungen.
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Die Halbjahreszahlen zeigen allerdings ein ungleichmäßiges Bild: TCS wuchs kräftig, während der externe Umsatz von CM zurückging. Die höhere Prognose spiegelt AEMs Ausblick und den gemeldeten Auftragseingang wider, ist aber keine Garantie für das Jahresergebnis.