Südkoreanische und japanische Werften setzen Roboter vor allem beim Schweißen und Lackieren ein, um Fachkräftemangel und hohe Auftragsbestände zu bewältigen. Bei HD Hyundai Samho schafft ein Roboter laut Bericht bis zu 50 Schweißzellen am Tag, eine Fachkraft bis zu 30.
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Forschungsantwort

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Roboter übernehmen auf Werften in Südkorea und Japan zunehmend Aufgaben wie Schweißen und Lackieren. Die Unternehmen wollen so knappe Arbeitskräfte entlasten, große Auftragsbestände abarbeiten und sich gegen günstigere chinesische Anbieter behaupten. Das Ziel sind sogenannte intelligente Werften, die stärker automatisiert und länger in Betrieb sein können. Von einem Ersatz für erfahrene Fachkräfte kann bislang jedoch keine Rede sein. 18
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Nach Zahlen des Schiffsbrokers Clarksons, auf die sich Berichte aus dem Jahr 2026 beziehen, entfielen 2025 rund 63 Prozent der weltweiten Neubauaufträge auf chinesische Werften. Das beschreibt den Anteil an den gewonnenen Aufträgen – nicht die Zahl der fertiggestellten Schiffe oder den tatsächlichen Produktionsumfang. 18
Ein anderer Bericht beziffert den gemeinsamen Anteil Südkoreas und Japans an der weltweiten Schiffsproduktion auf 40 Prozent. Die Zusammenfassung erläutert allerdings weder genau, wie diese Produktion gemessen wurde, noch weist sie separate Anteile für die beiden Länder aus. 4 Eine weitere Quelle nennt für Südkorea einen Anteil von etwa 27 Prozent an den weltweiten Schiffsablieferungen im Jahr 2024, gemessen in gewichteter Bruttoraumzahl (CGT). Für Japan enthält sie keine entsprechende Zahl.
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Die Werte lassen sich daher nicht direkt miteinander vergleichen: Der chinesische Anteil bezieht sich auf Aufträge, die anderen Angaben auf Produktion beziehungsweise fertiggestellte Schiffe. Zusammen zeigen sie den Wettbewerbsdruck, aber keinen einheitlichen Marktvergleich für alle drei Länder.
HD Hyundai setzt Roboter beim Schweißen ein und entwickelt ein umfassenderes Konzept für die intelligente Werft. Dazu gehören Anwendungen mit künstlicher Intelligenz (KI), Daten und digitalen Zwillingen – virtuellen Abbildern von Anlagen oder Prozessen. Bei HD Hyundai Samho kann ein Roboter laut einem Bericht pro Tag bis zu 50 Schweißzellen bearbeiten; eine erfahrene Arbeitskraft schafft bis zu 30. Das sind rund 67 Prozent mehr bei dieser konkreten Aufgabe – nicht eine entsprechende Steigerung der Produktivität der gesamten Werft oder beim Bau eines ganzen Schiffs. 30
Weiter reichende Pläne sind bislang Unternehmensziele, keine gemessenen Ergebnisse: HD Hyundai will bis 2030 einzelne Produktionslinien automatisieren und eine kleine „Dark Factory“ einrichten. Damit ist eine weitgehend automatisierte Fabrik gemeint, die mit wenig oder ganz ohne Personal vor Ort betrieben werden kann. 18
Hanwha Ocean gibt an, am Standort Geoje KI und Automatisierung bei rund 67 Prozent der Schweißarbeiten in Innenbereichen einzusetzen. Bis 2030 will das Unternehmen die festgelegten Schweißprozesse vollständig automatisieren. Außerdem sollen Roboter die Hälfte der Oberflächenvorbereitung und Lackierarbeiten übernehmen. Das bedeutet nicht, dass die gesamte Werft oder sämtliche Schweißarbeiten – auch im Freien – automatisiert sind. 9
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Der japanische Industrieroboterhersteller Fanuc hat zwei Roboter eigens für Aufgaben im Schiffbau entwickelt: einen zum Schweißen und einen zum Lackieren. Das Unternehmen hat außerdem die Vision geäußert, Roboter in einer Größenordnung einzusetzen, die Japans rund 75.000 Beschäftigten im Schiffbau entspricht, um mehr Arbeiten über Nacht zu ermöglichen. Das ist ein erklärtes Vorhaben, keine bestätigte Zahl bereits installierter Roboter und kein belegter Produktivitätsgewinn. 18
Ein Schiff ist kein standardisiertes Produkt, das wie ein Auto in einer gleichförmigen Fertigungslinie entsteht. Konstruktion und Aufbau unterscheiden sich von Schiff zu Schiff; viele Arbeiten finden zudem in engen und unregelmäßig geformten Bereichen statt. Deshalb lässt sich nicht jeder Arbeitsschritt ohne Weiteres automatisieren. Bei komplexen Aufgaben bleiben erfahrene Beschäftigte gefragt. Berichte zufolge setzen chinesische Werften Schweißroboter und intelligente Systeme bereits offensiver ein – ein zusätzlicher Wettbewerbsdruck für Japan und Südkorea. 18
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Auch die Investitionen sind eine Hürde. Berichte beschreiben die Automatisierung von Werften als teuer, liefern aber keine belastbare, allgemein gültige Kostenzahl für die derzeitigen Vorhaben. 28
29 Hinzu kommen Sorgen um die Beschäftigung: Die Metallarbeitergewerkschaft in Südkorea hat angesichts des zunehmenden Einsatzes von KI und Robotern die Arbeitsplatzsicherheit zum Thema gemacht.
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Vorerst liegt der greifbarste Nutzen der Roboter darin, bestimmte Aufgaben zu unterstützen – nicht darin, ganze Werften menschenleer zu machen. Der Vergleich von 50 und 30 Schweißzellen bezieht sich auf eine einzelne Tätigkeit; die Ziele für 2030 sind noch nicht erreicht. Ob intelligente Werften die Produktivität insgesamt steigern können, hängt davon ab, ob technische und finanzielle Hürden überwunden werden und zugleich qualifizierte Beschäftigte eingebunden bleiben.
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Südkoreanische und japanische Werften setzen Roboter vor allem beim Schweißen und Lackieren ein, um Fachkräftemangel und hohe Auftragsbestände zu bewältigen.
Südkoreanische und japanische Werften setzen Roboter vor allem beim Schweißen und Lackieren ein, um Fachkräftemangel und hohe Auftragsbestände zu bewältigen. Bei HD Hyundai Samho schafft ein Roboter laut Bericht bis zu 50 Schweißzellen am Tag, eine Fachkraft bis zu 30.