Die Straße von Hormus ist nicht vollständig wieder geöffnet: Tanker dürfen nur eingeschränkt passieren, häufig nach Genehmigung iranischer Behörden. Der Schiffsverkehr liegt weit unter dem Vorkrisenniveau – zeitweise nur etwa 10 % der üblichen täglichen Passagen.

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How are recent oil tanker movements through the Strait of Hormuz—such as Chinese and South Korean vessels crossing under Iran’s new clearanc. Article summary: Recent tanker crossings suggest the Strait of Hormuz is not “reopened” in a normal commercial sense; it is operating as a politically controlled corridor where Iran, especially the IRGC, appears to be using selective tra. Topic tags: general, general web, user generated. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "Chinese-flagged vessels were among over 30 ships that crossed the waterway, according to Iran's revolutionary guard. The statement comes as" source context "Iran says Chinese ships passed through Hormuz overnight" Reference image 2: visual subject "Chinese-flagged vessels were among over 30 ships that crossed the
Die jüngsten Tankerbewegungen durch die Straße von Hormus bedeuten nicht, dass der weltweite Öltransport wieder normal läuft. Stattdessen funktioniert die Meerenge derzeit eher wie ein streng kontrollierter Durchgang – geprägt vom laufenden Konflikt zwischen den USA und Iran und von Teherans strategischer Position an einem der wichtigsten Energie‑Engpässe der Welt.
Einige Schiffe, darunter Tanker mit Verbindungen zu großen asiatischen Energieimporteuren, haben die Passage wieder gewagt. Doch die Gesamtzahlen bleiben deutlich unter dem Niveau vor dem Krieg, und häufig hängt die Durchfahrt von iranischer Zustimmung und militärischer Koordination ab.
Unter normalen Umständen transportiert die Straße von Hormus etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls. Störungen dort wirken sich daher sofort auf Energiemärkte rund um den Globus aus.
Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und Iran im Jahr 2026 brachte den kommerziellen Verkehr fast zum Erliegen. Nach Luftangriffen auf Iran Ende Februar reagierte Teheran mit Maßnahmen gegen die Schifffahrt, wodurch die Passage praktisch blockiert wurde.
Eine zentrale Rolle spielte dabei die iranische Revolutionsgarde (IRGC). Sie warnte Handelsschiffe vor der Durchfahrt, enterte teilweise Schiffe und verlegte sogar Seeminen in der Meerenge.
Die politischen Signale aus Teheran waren zudem widersprüchlich. Als Iran im April während einer Waffenruhe erklärte, die Meerenge wieder zu öffnen, zog die IRGC diese Ankündigung bereits einen Tag später wieder zurück – ein Hinweis darauf, dass letztlich militärische Stellen den Zugang kontrollieren.
Anstatt die Straße von Hormus nach den üblichen Regeln der internationalen Schifffahrt freizugeben, hat Iran ein System eingeführt, bei dem Schiffe faktisch eine Genehmigung für die Durchfahrt einholen müssen.
Berichten zufolge hat Teheran sogar eine spezielle Behörde eingerichtet, die Schiffe überprüft und möglicherweise Gebühren für die Passage erhebt. Damit institutionalisiert Iran seine Kontrolle über den Verkehr durch die Meerenge.
Gleichzeitig erklärte Iran gegenüber internationalen Organisationen, dass „nicht‑feindliche“ Schiffe passieren dürfen – vorausgesetzt, sie beantragen eine Erlaubnis und unterstützen keine Aktionen gegen Iran.
Damit verändert sich die Rolle der Meerenge: Aus einer offenen internationalen Schifffahrtsroute wird eher ein überwachter Zugangspunkt, bei dem politische und sicherheitspolitische Faktoren über die Durchfahrt entscheiden.
Selbst wenn einzelne Tanker die Passage schaffen, bleibt der Gesamtverkehr ungewöhnlich niedrig.
Vor der Krise passierten täglich etwa 125 bis 140 Schiffe die Straße von Hormus. Während des Konflikts sank diese Zahl zeitweise auf nur wenige Schiffe pro Tag – etwa zehn Prozent des üblichen Verkehrs.
Ende April zeigten Schiffs‑Tracking‑Daten beispielsweise nur etwa sechs Passagen innerhalb von 24 Stunden.
Später gab es zwar einzelne Anstiege – etwa 55 Frachtschiffe in einer Woche Mitte Mai –, doch auch das liegt deutlich unter dem früheren Niveau und deutet eher auf vorsichtige Tests der Route als auf eine vollständige Normalisierung hin.
Besonders aufmerksam verfolgen Beobachter Tanker mit Verbindung zu großen asiatischen Importländern.
So versuchte im Mai ein chinesischer Supertanker mit fast zwei Millionen Barrel irakischem Rohöl die Passage durch die Meerenge.
Für Länder wie China, Japan und Südkorea ist Öl aus dem Persischen Golf zentral für die Energieversorgung. Zu Beginn der Krise strandeten beispielsweise mehrere südkoreanische Tanker in der Nähe der Meerenge, als der Verkehr abrupt gestoppt wurde.
Dass nun einzelne Schiffe wieder fahren, deutet eher auf selektive Durchfahrten hin: Einige Reedereien testen die Route oder verhandeln sichere Passage, während viele andere weiterhin abwarten.
Parallel dazu versuchen die Vereinigten Staaten, die Meerenge wieder für den internationalen Verkehr zu öffnen.
Nachdem Gespräche zunächst scheiterten, verhängte Washington eine Seeblockade gegen iranische Schifffahrt und wies die US‑Marine an, Schiffe zu kontrollieren, die mit Irans Transitbeschränkungen in Verbindung stehen könnten.
Gleichzeitig laufen diplomatische Gespräche weiter. US‑Präsident Donald Trump erklärte, die Verhandlungen mit Iran befänden sich in der „Endphase“, warnte aber auch vor möglichen weiteren Militärschlägen, falls keine Einigung erzielt werde.
Diese Kombination aus Druck und Diplomatie zeigt die Strategie Washingtons: die freie internationale Schifffahrt wiederherstellen, ohne Iran dauerhaft die Kontrolle über den Engpass zu überlassen.
Neben den direkten Gesprächen zwischen Washington und Teheran versuchen auch regionale Mächte, langfristige Stabilität im Golf zu erreichen.
Saudi‑Arabien hat laut diplomatischen Berichten die Idee eines Nichtangriffspakts zwischen Iran und anderen Staaten der Region ins Spiel gebracht. Das Konzept orientiert sich lose am sogenannten Helsinki‑Prozess aus den 1970er‑Jahren, der während des Kalten Kriegs Spannungen zwischen Ost und West mindern sollte.
Viele Golfstaaten fürchten, dass selbst nach einem Ende der Kämpfe Instabilität rund um die Straße von Hormus weiterhin Energiepreise, Handel und Sicherheit beeinflussen könnte.
Die aktuellen Tankerbewegungen zeigen daher vor allem eines: Die Straße von Hormus funktioniert momentan weniger als offene Handelsroute, sondern als geopolitischer Hebel.
Iran lässt begrenzten Verkehr zu und signalisiert damit, dass es den wichtigsten Öl‑Korridor der Welt regulieren kann. Gleichzeitig bleibt genug Unsicherheit bestehen, um Druckmittel in den laufenden Verhandlungen zu behalten.
Solange es keine umfassende politische Einigung gibt, dürfte der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus selektiv, stark überwacht und empfindlich gegenüber jeder neuen militärischen oder diplomatischen Entwicklung bleiben.
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Die Straße von Hormus ist nicht vollständig wieder geöffnet: Tanker dürfen nur eingeschränkt passieren, häufig nach Genehmigung iranischer Behörden.
Die Straße von Hormus ist nicht vollständig wieder geöffnet: Tanker dürfen nur eingeschränkt passieren, häufig nach Genehmigung iranischer Behörden. Der Schiffsverkehr liegt weit unter dem Vorkrisenniveau – zeitweise nur etwa 10 % der üblichen täglichen Passagen.
Parallel zu den begrenzten Tankerfahrten laufen militärischer Druck der USA, Verhandlungen mit Iran und regionale Sicherheitsinitiativen.