US Militärstellen deaktivierten Werbe IDs auf verschiedenen dienstlich verwalteten Handys und Computern, nachdem CENTCOM mehrere Hinweise auf die Nutzung kommerzieller Standortdaten gegen US Personal erhalten hatte. Die Luftwaffe nannte einen Zeitraum von rund zwei Monaten vor den Veröffentlichungen vom 4.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How and why have U.S. military branches disabled advertising identifiers on government-issued phones and computers after adversaries used co. Article summary: U.S. military organizations have begun disabling advertising identifiers—unique IDs used by ad-tech systems—on some government phones and computers because commercial location data associated with those IDs can be bought. Topic tags: general, government, news, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermar
Kommerziell gehandelte Standortdaten sind für das US-Militär nicht mehr nur ein Datenschutzproblem, sondern ein Risiko für die Einsatzsicherheit. Das US Central Command (CENTCOM) teilte mit, es habe mehrere Gefahrenhinweise erhalten, wonach Gegner kommerziell verfügbare Standortdaten nutzten, um US-Personal im Einsatzgebiet ins Visier zu nehmen oder zu überwachen. Daraufhin meldeten mehrere Militärorganisationen, Werbe-IDs auf dienstlich verwalteten Geräten deaktiviert zu haben. 3
5
Die öffentlichen Angaben beschreiben keine einheitlich dokumentierte Maßnahme für das gesamte Pentagon. Zeitpunkt und Geräteumfang unterscheiden sich je nach Teilstreitkraft oder Kommando.
Noch im Frühjahr hatte die Lage anders ausgesehen: In von Senator Martin Heinrich veröffentlichten Unterlagen erklärte CENTCOM, dass die Werbe-ID auf DoD-Dienstsmartphones noch aktiviert sei und die Defense Information Systems Agency eine Abschaltfunktion teste. Zudem hatte CENTCOM erst kurz zuvor die Möglichkeit erhalten, die Standortfreigabe auf den von ihm verwalteten Smartphones zentral zu deaktivieren. 1
2
Werbe-IDs sind gerätebezogene Kennungen, mit denen Werbesysteme ein Gerät für Messungen und personalisierte Ansprache wiedererkennen. App-basierte Werbeprofile können auch standortbezogene Signale umfassen. Solche Daten können gesammelt, zusammengeführt und auf kommerziellen Märkten verkauft werden – ohne dass jemand in ein militärisches Netzwerk eindringen muss. 13
Damit verändert sich das Bedrohungsszenario: Wer Personal beobachten will, muss nicht zwingend ein Regierungssystem kompromittieren oder dauerhaft physisch überwachen. Kommerzielle Datensätze könnten Geräte sichtbar machen, die wiederholt in der Nähe eines sensiblen Standorts auftauchen. Über längere Zeit lassen sich daraus Bewegungsmuster ableiten. Die CENTCOM-Gefahrenhinweise zeigen, dass Militärvertreter dieses Risiko als ausreichend glaubwürdig für zusätzliche Schutzmaßnahmen einstuften. 3
13
Das Abschalten einer Werbe-ID kann einen Weg verringern, über den ein verwaltetes Gerät am Tracking der Werbeindustrie teilnimmt. Ein Mobiltelefon wird dadurch aber nicht grundsätzlich unortbar. CENTCOM selbst warnte, dass das Ausschalten von Geolokalisierungsfunktionen bei kommerziellen Produkten nicht immer alle Standortfunktionen vollständig deaktiviert. Nutzende sollten deshalb Geräte- und App-Datenschutzeinstellungen prüfen und öffentliche Informationen sparsam teilen. 13
Die Schwachstelle wurde nicht erst 2026 entdeckt. Nach den von Heinrich veröffentlichten Kongressunterlagen empfehlen die NSA und die Cybersicherheitsbehörde CISA seit Jahren, Werbe-IDs auf iOS- und Android-Geräten zu deaktivieren. Dennoch räumte CENTCOM im Frühjahr ein, dass diese Einstellung auf ausgegebenen Dienstsmartphones weiterhin aktiv war. 1
2
Der Vorgang verdeutlicht ein grundlegenderes Problem kommerziell erhobener Daten: Schutzmaßnahmen, die sich auf eine einzelne Einstellung, eine zentrale Geräteverwaltung oder manuelle Entscheidungen der Nutzenden stützen, lassen womöglich andere Signale offen. Persönliche Handys, App-Berechtigungen, Surfverhalten und öffentlich veröffentlichte Informationen können für die Einsatzsicherheit weiterhin relevant sein. 1
13
Die Forderungen an das Pentagon gingen über das Abschalten von Kennungen auf dienstlicher Hardware hinaus. Gefordert wurden unter anderem:
Der entscheidende Punkt ist der Umfang der Maßnahme. Zentrale Einstellungen auf dienstlichen Geräten können die Datenweitergabe durch militärisch verwaltete Hardware reduzieren. Sie können jedoch nicht allein verhindern, dass Daten von privaten Smartphones oder anderer digitaler Aktivität mit eingesetztem Personal in Verbindung gebracht werden. Die politische und technische Aufgabe reicht daher über Werbe-IDs hinaus: Erhebung, Verkauf und Verknüpfung von Standort- und Verhaltensdaten müssten begrenzt werden, wenn sensible Routinen nicht erkennbar werden sollen. 3
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US Militärstellen deaktivierten Werbe IDs auf verschiedenen dienstlich verwalteten Handys und Computern, nachdem CENTCOM mehrere Hinweise auf die Nutzung kommerzieller Standortdaten gegen US Personal erhalten hatte.
US Militärstellen deaktivierten Werbe IDs auf verschiedenen dienstlich verwalteten Handys und Computern, nachdem CENTCOM mehrere Hinweise auf die Nutzung kommerzieller Standortdaten gegen US Personal erhalten hatte. Die Luftwaffe nannte einen Zeitraum von rund zwei Monaten vor den Veröffentlichungen vom 4.
Die Maßnahme schließt nur einen Teil der Lücke: Persönliche Geräte, App Berechtigungen, Webnutzung und öffentlich geteilte Informationen können weiterhin Rückschlüsse auf Aufenthaltsorte und Routinen ermöglichen.
US Militärstellen deaktivierten Werbe IDs auf verschiedenen dienstlich verwalteten Handys und Computern, nachdem CENTCOM mehrere Hinweise auf die Nutzung kommerzieller Standortdaten gegen US Personal erhalten hatte. Die Luftwaffe nannte einen Zeitraum von rund zwei Monaten vor den Veröffentlichungen vom 4.
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Kommerziell gehandelte Standortdaten sind für das US-Militär nicht mehr nur ein Datenschutzproblem, sondern ein Risiko für die Einsatzsicherheit. Das US Central Command (CENTCOM) teilte mit, es habe mehrere Gefahrenhinweise erhalten, wonach Gegner kommerziell verfügbare Standortdaten nutzten, um US-Personal im Einsatzgebiet ins Visier zu nehmen oder zu überwachen. Daraufhin meldeten mehrere Militärorganisationen, Werbe-IDs auf dienstlich verwalteten Geräten deaktiviert zu haben. 3
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Die öffentlichen Angaben beschreiben keine einheitlich dokumentierte Maßnahme für das gesamte Pentagon. Zeitpunkt und Geräteumfang unterscheiden sich je nach Teilstreitkraft oder Kommando.
Noch im Frühjahr hatte die Lage anders ausgesehen: In von Senator Martin Heinrich veröffentlichten Unterlagen erklärte CENTCOM, dass die Werbe-ID auf DoD-Dienstsmartphones noch aktiviert sei und die Defense Information Systems Agency eine Abschaltfunktion teste. Zudem hatte CENTCOM erst kurz zuvor die Möglichkeit erhalten, die Standortfreigabe auf den von ihm verwalteten Smartphones zentral zu deaktivieren. 1
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Werbe-IDs sind gerätebezogene Kennungen, mit denen Werbesysteme ein Gerät für Messungen und personalisierte Ansprache wiedererkennen. App-basierte Werbeprofile können auch standortbezogene Signale umfassen. Solche Daten können gesammelt, zusammengeführt und auf kommerziellen Märkten verkauft werden – ohne dass jemand in ein militärisches Netzwerk eindringen muss. 13
Damit verändert sich das Bedrohungsszenario: Wer Personal beobachten will, muss nicht zwingend ein Regierungssystem kompromittieren oder dauerhaft physisch überwachen. Kommerzielle Datensätze könnten Geräte sichtbar machen, die wiederholt in der Nähe eines sensiblen Standorts auftauchen. Über längere Zeit lassen sich daraus Bewegungsmuster ableiten. Die CENTCOM-Gefahrenhinweise zeigen, dass Militärvertreter dieses Risiko als ausreichend glaubwürdig für zusätzliche Schutzmaßnahmen einstuften. 3
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Das Abschalten einer Werbe-ID kann einen Weg verringern, über den ein verwaltetes Gerät am Tracking der Werbeindustrie teilnimmt. Ein Mobiltelefon wird dadurch aber nicht grundsätzlich unortbar. CENTCOM selbst warnte, dass das Ausschalten von Geolokalisierungsfunktionen bei kommerziellen Produkten nicht immer alle Standortfunktionen vollständig deaktiviert. Nutzende sollten deshalb Geräte- und App-Datenschutzeinstellungen prüfen und öffentliche Informationen sparsam teilen. 13
Die Schwachstelle wurde nicht erst 2026 entdeckt. Nach den von Heinrich veröffentlichten Kongressunterlagen empfehlen die NSA und die Cybersicherheitsbehörde CISA seit Jahren, Werbe-IDs auf iOS- und Android-Geräten zu deaktivieren. Dennoch räumte CENTCOM im Frühjahr ein, dass diese Einstellung auf ausgegebenen Dienstsmartphones weiterhin aktiv war. 1
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Der Vorgang verdeutlicht ein grundlegenderes Problem kommerziell erhobener Daten: Schutzmaßnahmen, die sich auf eine einzelne Einstellung, eine zentrale Geräteverwaltung oder manuelle Entscheidungen der Nutzenden stützen, lassen womöglich andere Signale offen. Persönliche Handys, App-Berechtigungen, Surfverhalten und öffentlich veröffentlichte Informationen können für die Einsatzsicherheit weiterhin relevant sein. 1
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Die Forderungen an das Pentagon gingen über das Abschalten von Kennungen auf dienstlicher Hardware hinaus. Gefordert wurden unter anderem:
Der entscheidende Punkt ist der Umfang der Maßnahme. Zentrale Einstellungen auf dienstlichen Geräten können die Datenweitergabe durch militärisch verwaltete Hardware reduzieren. Sie können jedoch nicht allein verhindern, dass Daten von privaten Smartphones oder anderer digitaler Aktivität mit eingesetztem Personal in Verbindung gebracht werden. Die politische und technische Aufgabe reicht daher über Werbe-IDs hinaus: Erhebung, Verkauf und Verknüpfung von Standort- und Verhaltensdaten müssten begrenzt werden, wenn sensible Routinen nicht erkennbar werden sollen. 3
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US Militärstellen deaktivierten Werbe IDs auf verschiedenen dienstlich verwalteten Handys und Computern, nachdem CENTCOM mehrere Hinweise auf die Nutzung kommerzieller Standortdaten gegen US Personal erhalten hatte. Die Luftwaffe nannte einen Zeitraum von rund zwei Monaten vor den Veröffentlichungen vom 4.
Die Maßnahme schließt nur einen Teil der Lücke: Persönliche Geräte, App Berechtigungen, Webnutzung und öffentlich geteilte Informationen können weiterhin Rückschlüsse auf Aufenthaltsorte und Routinen ermöglichen.