Aktuell sollte man GPT Image 2 nicht pauschal als Modell beschreiben, das „beliebigere Größen“, „mehr Seitenverhältnisse“ oder „mehr Referenzbilder“ unterstützt. Belegt ist: Es gibt eine OpenAI-Modellseite zu GPT Image 1.5 und eine zu GPT Image 2; außerdem dokumentiert OpenAI Images-API-Endpunkte für Generierung und Bearbeitung.
Was in den vorliegenden Quellen jedoch fehlt, ist eine vollständige Gegenüberstellung dieser Punkte:
size oder Breite/Höhe,Die präzisere Formulierung lautet deshalb: GPT Image 2 kann in anderen Bereichen Verbesserungen haben; wie viel freier es bei Größe, Seitenverhältnis und Referenzbild-Eingaben ist, lässt sich mit den vorliegenden Belegen aber nicht quantifizieren.
Die OpenAI-Modellseite beschreibt GPT Image 1.5 als Bildgenerierungsmodell und nennt unter anderem besseres Befolgen von Anweisungen sowie stärkere Prompt-Treue. Eine OpenAI-API-Modellseite für GPT Image 2 ist ebenfalls vorhanden.
Die Images-API-Referenz zeigt Endpunkte für „Generate an Image“ und „Edit an Image“. In den Python- und TypeScript-Referenzen zu Images werden außerdem Angaben zu GPT image models genannt, darunter die size eines generierten Bildes sowie Felder wie background, output format und quality.
Das reicht aus, um zu sagen: Bilderzeugung, Bildbearbeitung und Größenfelder kommen in der API-Dokumentation vor. Es reicht aber nicht aus, um belastbar zu sagen, welche Größen GPT Image 1.5 und GPT Image 2 jeweils unterstützen, ob freie Seitenverhältnisse möglich sind oder ob Referenzbild-Limits geändert wurden.
| Prüffrage | Was vorliegt | Belegt das mehr Freiheit bei GPT Image 2? |
|---|---|---|
| Frei wählbare Größe | OpenAI-Referenzen erwähnen die size eines generierten Bildes; Drittanbieter-Dokumente zu GPT Image 1.5 zeigen außerdem Beispiele mit width, height, image_size oder size bei Edits. | Nein. Die Quellen liefern keine vollständige Liste der von GPT Image 1.5 und GPT Image 2 unterstützten Größen, keine Min-/Max-Werte und keinen Beleg für beliebige Breite-Höhe-Kombinationen. |
| Seitenverhältnis / Aspect Ratio | Ein Higgsfield-Tutorial zu GPT Image 1.5 nennt UI-Optionen wie 1:1, 2:3 und 3:2. | Nein. Das ist ein Beispiel aus einer Drittanbieter-Oberfläche, keine offizielle OpenAI-Gegenüberstellung der Seitenverhältnisse beider Generationen. |
| Referenzbild-Eingabe | OpenAI dokumentiert einen Image-Edit-Endpunkt; Drittanbieter-Dokumente nennen Felder wie image_reference, size oder input_fidelity. |
Leonardo.AI zeigt für GPT Image 1.5 REST-API-Beispiele mit width, height, seed und guidances.image_reference; fal nennt image_size, background und quality; WaveSpeedAI führt bei einem Edit-Endpunkt size, quality, input_fidelity und output_format auf; Higgsfield listet in einem Tutorial Seitenverhältnisse wie 1:1, 2:3 und 3:2.
Solche Quellen sind hilfreich, wenn man verstehen will, wie Plattformen das Modell in ihre eigenen Produkte einbauen. Sie sind aber keine sichere Aussage über die nativen OpenAI-Grenzen. Drittanbieter können eigene Parameternamen, Standardwerte, UI-Auswahlen, Validierungen oder technische Einschränkungen einziehen. Ein width/height-Feld oder ein Seitenverhältnis-Menü auf einer Plattform ist daher nicht automatisch der vollständige Fähigkeitsrahmen des OpenAI-Modells.
Um zuverlässig zu beantworten, wie viel freier GPT Image 2 gegenüber GPT Image 1.5 ist, bräuchte es mindestens eine dieser Evidenzarten:
size-Werte, Maximal- und Minimalwerte oder festen Größen je Modell;Bis solche Daten vorliegen, ist „GPT Image 2 ist freier“ eher eine zu prüfende Annahme als eine belastbare Produktangabe.
Wer einen Wechsel von GPT Image 1.5 auf GPT Image 2 prüft, sollte die Entscheidung nicht allein auf die Annahme stützen, dass Größen, Seitenverhältnisse oder Referenzbilder großzügiger gehandhabt werden. Sinnvoller ist es, Bildqualität, Prompt-Treue, Geschwindigkeit, Kosten und API-Limits getrennt zu bewerten. Für API-Limits sollten offizielle Dokumentation und das tatsächliche Fehlerverhalten in Tests maßgeblich sein.
Praktisch bietet sich eine Testmatrix an: dieselben Prompts und Ausgangsbilder, aber systematisch variierte Größen, Seitenverhältnisse, Referenzbild-Anzahlen und Dateiformate. Pro Durchlauf sollten Erfolg, Ablehnung und Fehlermeldung dokumentiert werden. Erst wenn die offizielle Parametertabelle oder reproduzierbare Tests klare Unterschiede zeigen, sollte man öffentlich formulieren, GPT Image 2 unterstütze „mehr Größen“ oder habe „gelockerte Referenzbild-Limits“.
Auf Basis der aktuell prüfbaren Quellen ist diese Aussage am belastbarsten: OpenAI führt Modellseiten für GPT Image 1.5 und GPT Image 2 sowie API-Endpunkte für Bilderzeugung und Bildbearbeitung. Die vorliegenden Auszüge enthalten jedoch keine vollständige offizielle Gegenüberstellung zu frei wählbaren Größen, Seitenverhältnissen oder Referenzbild-Eingaben. Daher lässt sich derzeit nicht belegen, dass GPT Image 2 gegenüber GPT Image 1.5 eine messbare Erweiterung der Parameterfreiheit bietet.
| Nicht quantifizierbar. Es fehlt eine offizielle Vergleichsangabe zur Anzahl der Referenzbilder, Eingaberegeln oder Mehrbild-Logik beider Modelle. |