V5 sollte als Ausführungsschicht eingefroren werden. Die Analyseprinzipien und historischen Belege bleiben erhalten, gelten aber nicht als V6 Nachweis.
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Forschungsantwort
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Die V5-Ausführung sollte eingefroren werden. Für V6 ist ein schlankerer Aufbau plausibel: bmad-loop steuert den Ablauf, Cline führt einzelne Aufgaben aus, externe Prüfungen kontrollieren das Ergebnis und eine kleine Erfahrungsdatei hält belegte Lehren fest.
Das ist allerdings ein Architekturvorschlag, keine Freigabe zum Start. Für eine belastbare V6 fehlen noch Laufzeitbelege – insbesondere dafür, dass Cline die von bmad-loop erwarteten Sitzungsereignisse liefert, dass ein Review tatsächlich unabhängig und ohne Schreibrechte abläuft und dass die externen Gates im Fehlerfall zuverlässig blockieren.
Die Bestandsaufnahme unterscheidet deshalb zwischen geprüften Artefakten, dokumentierten früheren Testergebnissen und noch unbewiesenen Annahmen. Im Rahmen des Berichts wurden weder Dateien geändert noch Tests oder Installationen ausgeführt.
Die untersuchte Datei bmad_control_store.py umfasst 315 Zeilen. Sie ist ein append-only Dateispeicher, keine SQL-Datenbank. Eine frühere Fassung mit 1.728 Zeilen und der dazugehörige Commit ließen sich in der vorliegenden Bestandsaufnahme nicht belegen.
Der Speicher verwaltet unter anderem Verzeichnis- und Dateirechte, Sperren, Versionsstände, Kontinuität der Historie, Größenbudgets und Prüfsummen. Zugleich hält er ausdrücklich fest, was er nicht erledigt: Er authentifiziert keine Person, erteilt keine Ausführungsrechte, startet keine Aufgabe und speichert keinen Aufgabenfortschritt.
Der Architekturfehler liegt damit weniger in einzelnen Sicherheitsprüfungen als in der Priorisierung: Ein relativ aufwendiges Protokoll für menschliche Entscheidungen wurde aufgebaut, bevor ein vollständiger Weg von der Entscheidung zur tatsächlichen Ausführung belegt war. Eine lückenlose Aufzeichnung ist noch kein abgeschlossener Arbeitsablauf.
Auch die stärkeren Vorwürfe sind nicht nachgewiesen. Aus der Größe des Codes folgt nicht automatisch eine „Kontext-Explosion“: Dafür müsste gezeigt werden, dass diese Inhalte wiederholt in Modellanfragen geladen wurden. Ebenso belegt eine nicht blockierende Sperre, die bei Konflikten ablehnt, keinen Deadlock. Dass mehrere Sperrschichten den Fortschritt erschweren können, ist ein Risiko – kein bestätigter Vorfall.
Die untersuchte Pi-Konfiguration deaktiviert Skills, Erweiterungen, MCP, Prompt-Vorlagen und Kontextdateien und beschränkt die nativen Werkzeuge auf eine feste Liste. Damit kann der Agent BMAD-Skills nicht nativ entdecken. Soll er diese dennoch nutzen, muss eine äußere Schicht Inhalte und Abhängigkeiten nachbauen und Versionen zuordnen.
Das beweist nicht, dass der Agent BMAD grundsätzlich nicht ausführen kann. Es bedeutet aber, dass die umgebende Eigenentwicklung einen Teil der Arbeit übernehmen muss, die eine native Skill-Lademechanik leisten könnte. Der BMAD-Build-Skill ist zudem mehr als ein beliebiger Prompt-Ausschnitt: Er setzt unter anderem ein Projekt-Setup, einen Render-Einstiegspunkt und eine Skill-Verzeichnisstruktur voraus.
Ein früherer Entwurf, in dem Cline und Pi verschiedene Rollen übernehmen, beschreibt Risiken wie doppelte Ausführungsautorität und unklare Freigaben. Er ist jedoch kein Beleg dafür, dass es bereits zu einem konkreten „Doppel-Agenten-Unfall“ gekommen ist. Für V6 lautet die Empfehlung daher: ein Ausführungsframework, keine parallelen Agenten-Orchestratoren.
Ein bestehender Plan hält fest, dass 231 spezialisierte Tests bestanden wurden. Diese historische Angabe wurde im Rahmen der Bestandsaufnahme nicht erneut geprüft. Derselbe Plan benennt wichtige Lücken: Der echte Backend-Aufruf, eine unabhängige Prüfung, ein neuer Schritt nach dem Schließen des Clients und der Remote-End-to-End-Ablauf waren nicht belegt.
Das macht die Tests nicht wertlos. Tests zu Sperren, Versionsständen oder Pfaden können ihre jeweiligen Implementierungen absichern. Sie beweisen aber nicht, dass eine echte Cline-Sitzung Skills korrekt lädt, nach einem Verbindungsabbruch weiterarbeitet oder eine Abnahme zuverlässig vom Commit trennt.
Konsequenz für die Bereinigung: V5-Tests bleiben historische Belege, werden aber nicht automatisch zu V6-Abnahmekriterien. Übernommen werden die Analyseprinzipien, die Drei-Durchgänge-Lesemethode und die dokumentierten Risiken – nicht die alte Ausführungsschicht.
| Komponente | Aufgabe | Darf nicht übernehmen |
|---|---|---|
bmad-loop |
Story auswählen, Sitzungen verwalten, prüfen, begrenzt wiederholen und committen | Ein zweites selbstständiges Steuerungssystem aufbauen oder das menschliche Ziel verändern |
| Cline CLI | Eine einzelne Entwicklungs- oder Review-Aufgabe im vorgegebenen Arbeitsbereich ausführen | Eine parallele Planung, einen Hintergrund-Hub oder einen eigenen Teamzyklus betreiben |
| BMAD-METHOD | Rollen und Arbeitsabläufe für Planung, Umsetzung und Review bereitstellen | Als private Skill-Kopie gepflegt oder vollständig in jede Anfrage geladen werden |
| Jev-Gate | Kandidaten-Diffs semantisch einordnen und strukturierte Entscheidungen liefern | Code verändern, Tests überstimmen oder selbst die nächste Story wählen |
| Erfahrungsdatei | Belegte, eng begrenzte Lehren für spätere Aufgaben festhalten | Freigaben oder harte Prüfregeln verändern |
„No LLM in the control loop“ bedeutet hier: Auswahl, Wiederholungsgrenzen, Prüfungen und Abschlussbedingungen werden programmatisch entschieden. Modelle bleiben für Codeänderungen und Reviews zuständig, aber sie dürfen nicht eigenmächtig den Umfang einer Aufgabe erweitern.
Die dokumentierte Reihenfolge ist konkreter als ein bloßes „Agent arbeitet bis fertig“: Entwicklung → Verifikation → unabhängiges Review → erneute Verifikation → Commit. Worktree-Isolation muss ausdrücklich eingeschaltet werden. Ein zusätzlich selbst gebautes Dashboard ist nicht nötig, wenn die native TUI des Projekts genügt.
Wichtig sind auch die Grenzen der Voreinstellungen: Ein unabhängiges Review wird standardmäßig nicht zwangsläufig für jede Story ausgelöst. Bestimmte Budgetpfade können einen Commit trotz ausgeschöpfter Review-Zyklen zulassen. Und das Token-Limit pro Story ist ein Warnbudget, kein harter Stopp. V6 muss diese Lücken über die vorgesehenen Erweiterungspunkte schließen, statt den Kontrollkreislauf selbst neu zu schreiben.
V6 sieht zwei getrennte Profile vor: DEV für Entwicklungsaufgaben und REVIEW für die unabhängige Prüfung. Unterschiedliche Modellziele – im Entwurf Sonnet 5.5 für Entwicklung und GPT-6-Sol für Review – sind zunächst nur Rollenwünsche. Die tatsächlichen Modell-IDs, Provider, Zugangsdaten und Kostenbudgets müssen aus einer nicht geheimen Konfiguration und echten Aufrufprotokollen bestätigt werden.
Cline-Dokumentation belegt unter anderem CLI-Optionen für Arbeitsverzeichnis, Konfiguration, isolierten Zustand und Modellwahl. Daraus folgt aber noch keine passende native Profile-Funktion. Entscheidend ist: Die dokumentierten bmad-loop-Adapter setzen Lifecycle-Hooks voraus; Cline ist in der Liste der unterstützten CLI-Varianten nicht enthalten.
Vor einem Start muss deshalb praktisch nachgewiesen werden, dass Cline eine neue Sitzung starten, einen Auftrag annehmen und mit eindeutig zuordenbaren Start- und Abschlussereignissen beenden kann. Eine normale Nachricht oder das Ende eines verschachtelten Werkzeugaufrufs darf nicht fälschlich als abgeschlossene Story gelten. Auch Abbruch, Prozessende und nicht verfügbare Nutzungsdaten müssen klar behandelt werden. Wenn Cline den bestehenden Vertrag nicht erfüllt, braucht es eine offizielle oder sauber abgegrenzte Anpassung – keinen Rückfall auf die V5-Architektur.
Jev ist laut TypeSafe kein Chat- oder Codevervollständigungsmodell, sondern liefert strukturierte Antworten auf Fragen zu einem gegebenen Zustand. Es kann beispielsweise eine Auswahl oder Bewertung zurückgeben, die Software weiterverarbeiten kann. 1
2
Für V6 sollte die Prüfung deshalb zweigeteilt sein:
Als vorgeschlagene Schnittstelle bedeutet Exit-Code 0 „bestanden“, 1 „Umfang oder Abnahme verletzt“ und 75 „Dienst, Authentifizierung, Übertragung oder Umgebung nicht verfügbar“. Der konkrete Aufruf und die Prüfung der Jev-Antwort müssen noch implementiert und getestet werden.
Ein nachgelagertes Gate kann außerdem nicht rückgängig machen, was ein Agent zuvor außerhalb des Arbeitsbereichs getan hat. Worktrees sind keine vollständige Sicherheits-Sandbox. Deshalb gehören begrenzte Berechtigungen und der Ausschluss von Produktionszugängen ebenfalls zu den Schutzmaßnahmen.
Harness² beschreibt eine zweistufige Verbesserung von Agenten-Ausführungsumgebungen: auf Aufgabenebene durch „Propose–Probe–Compose“, auf Harness-Ebene durch das Festhalten von Erfahrungen für spätere Aufgaben. Dabei bleiben die Modellgewichte unverändert. 9
10
Für V6 ist nur der zweite Gedanke vorgesehen: eine knappe Textdatei mit konkreten, belegten Lehren. Jede Notiz sollte Auslöser, Geltungsbereich, eine umsetzbare Empfehlung sowie Beleg und Gegenbeispiel enthalten. Eine ungeprüfte Vermutung wird nicht als neue Regel veröffentlicht. Das ist von Harness² inspiriert, aber keine vollständige Implementierung des Systems.
Als Beispiel dient eine Story, die doppelte Bestellungen verhindern soll. Voraussetzung ist, dass die Produktanforderung und die erlaubten Dateien bereits feststehen.
Ein Review-Workflow, der nur „fertig“ meldet, ist noch keine bestandene Abnahme. Ebenso ist ein Review, das den Build-Skill erneut aufruft und dabei den Code verändern kann, nicht automatisch ein unabhängiges, schreibgeschütztes Review. Diese Trennung muss die Implementierung durch tatsächliche Rechte und eine fehlersichere Commit-Prüfung belegen.
| Situation | Erwartetes Verhalten |
|---|---|
| Lokaler IDE- oder SSH-Abbruch | Auf dem VPS erscheint danach ein neuer, echter Arbeitsschritt; eine laufende tmux-Sitzung allein genügt nicht als Nachweis. |
| Modell- oder Jev-Dienst nicht erreichbar | Der Ablauf pausiert innerhalb einer begrenzten Zeit, statt fehlende Prüfungen zu übergehen. |
| Test schlägt fehl | Der echte Fehler bleibt erhalten; es wird nicht committet. |
| Review lehnt ab, bleibt unklar oder läuft ab | Kein Commit und kein Umgehen der unabhängigen Prüfung. |
| Kandidat ändert sich nach dem Review | Die frühere Freigabe gilt nicht mehr. |
| Commit, Merge oder Ticket-Rückschreiben wird unterbrochen | Der native Laufzustand bleibt maßgeblich; es wird keine zweite Wiederherstellungslogik gebaut. |
| Mensch verlangt Stopp | Nachgewiesen wird das Ende der Sitzung und ihrer Werkzeugprozesse – nicht nur, dass ein Stoppsignal versendet wurde. |
„Der lokale Client ist offline“ und „der VPS hat keinerlei Netzwerkzugang“ sind verschiedene Tests. V6 soll den ersten Fall bewältigen. Im zweiten Fall muss es kontrolliert pausieren und den bisherigen Stand bewahren, nicht weiterarbeiten.
Der bestehende V5-Plan sollte mit seinem bisherigen Inhalt, den offenen Punkten und historischen Testergebnissen erhalten bleiben. Empfohlen ist, ihn als suspendiert zu kennzeichnen und ausdrücklich festzuhalten, dass die V5-Ausführung nicht weiterentwickelt wird. Offene Punkte dürfen nicht nachträglich als erledigt markiert werden; historische Tests sind keine V6-Prüfung.
Für V6 braucht es eine neue Plan- und ADR-Identität. Eine frühere ADR sollte in ihrem damaligen Status bleiben, statt im Nachhinein als angenommen zu gelten. V6 kann frühere Entscheidungen zu Ausführung, Speicher und Orchestrierung ersetzen, ohne die Analyseprinzipien und Grenzen menschlicher Autorisierung zu verlieren.
Ein eingefrorenes Dokument bedeutet allerdings nicht automatisch, dass alte Prozesse beendet oder Startskripte deaktiviert sind. Das wäre ein eigener, gesondert freizugebender Schritt.
Die Dokumentation von bmad-loop nennt Python 3.11 oder neuer, Git 2.34 oder neuer und tmux 3.2 oder neuer. Für die TUI kommen optionale Abhängigkeiten hinzu; das Ticket-Setup setzt ein korrekt initialisiertes BMAD-Projekt voraus. Cline muss in einer festgelegten Version installiert werden; die genaue Node-Anforderung ist anhand der Paketmetadaten zu prüfen, nicht zu erraten.
Zum MVP gehören somit nur die erforderliche Laufzeit, bmad-loop, Cline, BMAD-METHOD samt Projekt-Setup, die benötigten Testabhängigkeiten und – falls gewählt – das tatsächlich verwendete Werkzeug für Jev-Aufrufe. Ein zweiter Agent, eine Datenbank, eine zusätzliche Queue, ein selbst gebautes Dashboard oder die vollständige Harness²-Laufzeit sind nicht vorgesehen.
Die geplanten V6-Dateien sollten sich auf Plan und ADR, native bmad-loop-Policy, zwei geprüfte Cline-Profile, Skill-Einstiegspunkte, eine Erfahrungsdatei und ein kleines Verzeichnis für externe Gates beschränken. Laufzustand und Protokolle gehören in die nativen Laufverzeichnisse, nicht in ein zweites selbst entwickeltes Status-Ledger.
Ein überzeugender erster Durchlauf ist nicht bloß ein grüner lokaler Test. Er muss eine echte freigegebene Story mit Entwicklung, Pflicht-Tests, Jev-Prüfung, unabhängigem Review und nativem Commit abschließen. Nach Trennung des lokalen Clients muss mindestens ein neuer realer Arbeitsschritt samt Beleg stattfinden.
Außerdem müssen Verstöße, unklare Reviews, nicht verfügbare Dienste und fehlgeschlagene Tests zuverlässig vor dem Commit stoppen. Die nächste neue Sitzung muss die freigegebene Erfahrung lesen können. Für den Nachweis eines durchgehenden Lernkreislaufs braucht es dafür mindestens eine weitere kleine Story – eine Ein-Story-Demo reicht nicht.
Die Richtung für BMRalph V6 ist klar: weniger selbst entwickelte Infrastruktur, ein einziger Ausführungsrahmen und stärkere, nachweisbare Grenzen zwischen Entwicklung, Review und Commit. Der wichtigste nächste Schritt ist nicht, noch einen Controller zu schreiben. Es ist der praktische Beleg, dass Cline in den vorgesehenen Ablauf passt und eine unabhängige Prüfung den Commit im Fehlerfall wirklich verhindert.
Solange dieser Beleg fehlt, sollte V6 ein Architekturplan bleiben. Eine Lücke darf nicht durch einen neuen Eigenbau verdeckt werden – sonst würde der Neustart genau die Komplexität zurückbringen, die er beseitigen soll.
Studio Global AI
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V5 sollte als Ausführungsschicht eingefroren werden. Die Analyseprinzipien und historischen Belege bleiben erhalten, gelten aber nicht als V6 Nachweis.
V5 sollte als Ausführungsschicht eingefroren werden. Die Analyseprinzipien und historischen Belege bleiben erhalten, gelten aber nicht als V6 Nachweis. Der schlanke V6 Entwurf kombiniert bmad loop als Orchestrator, Cline als einziges Ausführungsframework, externe Prüfungen und eine begrenzte Textdatei für wiederverwendbare Erfahrungen.
Der zentrale technische Engpass ist die Cline Anbindung: Eine passende Lifecycle Integration und ein wirklich unabhängiger, schreibgeschützter Review sind noch nicht belegt.
V5 sollte als Ausführungsschicht eingefroren werden. Die Analyseprinzipien und historischen Belege bleiben erhalten, gelten aber nicht als V6 Nachweis.
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Die V5-Ausführung sollte eingefroren werden. Für V6 ist ein schlankerer Aufbau plausibel: bmad-loop steuert den Ablauf, Cline führt einzelne Aufgaben aus, externe Prüfungen kontrollieren das Ergebnis und eine kleine Erfahrungsdatei hält belegte Lehren fest.
Das ist allerdings ein Architekturvorschlag, keine Freigabe zum Start. Für eine belastbare V6 fehlen noch Laufzeitbelege – insbesondere dafür, dass Cline die von bmad-loop erwarteten Sitzungsereignisse liefert, dass ein Review tatsächlich unabhängig und ohne Schreibrechte abläuft und dass die externen Gates im Fehlerfall zuverlässig blockieren.
Die Bestandsaufnahme unterscheidet deshalb zwischen geprüften Artefakten, dokumentierten früheren Testergebnissen und noch unbewiesenen Annahmen. Im Rahmen des Berichts wurden weder Dateien geändert noch Tests oder Installationen ausgeführt.
Die untersuchte Datei bmad_control_store.py umfasst 315 Zeilen. Sie ist ein append-only Dateispeicher, keine SQL-Datenbank. Eine frühere Fassung mit 1.728 Zeilen und der dazugehörige Commit ließen sich in der vorliegenden Bestandsaufnahme nicht belegen.
Der Speicher verwaltet unter anderem Verzeichnis- und Dateirechte, Sperren, Versionsstände, Kontinuität der Historie, Größenbudgets und Prüfsummen. Zugleich hält er ausdrücklich fest, was er nicht erledigt: Er authentifiziert keine Person, erteilt keine Ausführungsrechte, startet keine Aufgabe und speichert keinen Aufgabenfortschritt.
Der Architekturfehler liegt damit weniger in einzelnen Sicherheitsprüfungen als in der Priorisierung: Ein relativ aufwendiges Protokoll für menschliche Entscheidungen wurde aufgebaut, bevor ein vollständiger Weg von der Entscheidung zur tatsächlichen Ausführung belegt war. Eine lückenlose Aufzeichnung ist noch kein abgeschlossener Arbeitsablauf.
Auch die stärkeren Vorwürfe sind nicht nachgewiesen. Aus der Größe des Codes folgt nicht automatisch eine „Kontext-Explosion“: Dafür müsste gezeigt werden, dass diese Inhalte wiederholt in Modellanfragen geladen wurden. Ebenso belegt eine nicht blockierende Sperre, die bei Konflikten ablehnt, keinen Deadlock. Dass mehrere Sperrschichten den Fortschritt erschweren können, ist ein Risiko – kein bestätigter Vorfall.
Die untersuchte Pi-Konfiguration deaktiviert Skills, Erweiterungen, MCP, Prompt-Vorlagen und Kontextdateien und beschränkt die nativen Werkzeuge auf eine feste Liste. Damit kann der Agent BMAD-Skills nicht nativ entdecken. Soll er diese dennoch nutzen, muss eine äußere Schicht Inhalte und Abhängigkeiten nachbauen und Versionen zuordnen.
Das beweist nicht, dass der Agent BMAD grundsätzlich nicht ausführen kann. Es bedeutet aber, dass die umgebende Eigenentwicklung einen Teil der Arbeit übernehmen muss, die eine native Skill-Lademechanik leisten könnte. Der BMAD-Build-Skill ist zudem mehr als ein beliebiger Prompt-Ausschnitt: Er setzt unter anderem ein Projekt-Setup, einen Render-Einstiegspunkt und eine Skill-Verzeichnisstruktur voraus.
Ein früherer Entwurf, in dem Cline und Pi verschiedene Rollen übernehmen, beschreibt Risiken wie doppelte Ausführungsautorität und unklare Freigaben. Er ist jedoch kein Beleg dafür, dass es bereits zu einem konkreten „Doppel-Agenten-Unfall“ gekommen ist. Für V6 lautet die Empfehlung daher: ein Ausführungsframework, keine parallelen Agenten-Orchestratoren.
Ein bestehender Plan hält fest, dass 231 spezialisierte Tests bestanden wurden. Diese historische Angabe wurde im Rahmen der Bestandsaufnahme nicht erneut geprüft. Derselbe Plan benennt wichtige Lücken: Der echte Backend-Aufruf, eine unabhängige Prüfung, ein neuer Schritt nach dem Schließen des Clients und der Remote-End-to-End-Ablauf waren nicht belegt.
Das macht die Tests nicht wertlos. Tests zu Sperren, Versionsständen oder Pfaden können ihre jeweiligen Implementierungen absichern. Sie beweisen aber nicht, dass eine echte Cline-Sitzung Skills korrekt lädt, nach einem Verbindungsabbruch weiterarbeitet oder eine Abnahme zuverlässig vom Commit trennt.
Konsequenz für die Bereinigung: V5-Tests bleiben historische Belege, werden aber nicht automatisch zu V6-Abnahmekriterien. Übernommen werden die Analyseprinzipien, die Drei-Durchgänge-Lesemethode und die dokumentierten Risiken – nicht die alte Ausführungsschicht.
| Komponente | Aufgabe | Darf nicht übernehmen |
|---|---|---|
bmad-loop |
Story auswählen, Sitzungen verwalten, prüfen, begrenzt wiederholen und committen | Ein zweites selbstständiges Steuerungssystem aufbauen oder das menschliche Ziel verändern |
| Cline CLI | Eine einzelne Entwicklungs- oder Review-Aufgabe im vorgegebenen Arbeitsbereich ausführen | Eine parallele Planung, einen Hintergrund-Hub oder einen eigenen Teamzyklus betreiben |
| BMAD-METHOD | Rollen und Arbeitsabläufe für Planung, Umsetzung und Review bereitstellen | Als private Skill-Kopie gepflegt oder vollständig in jede Anfrage geladen werden |
| Jev-Gate | Kandidaten-Diffs semantisch einordnen und strukturierte Entscheidungen liefern | Code verändern, Tests überstimmen oder selbst die nächste Story wählen |
| Erfahrungsdatei | Belegte, eng begrenzte Lehren für spätere Aufgaben festhalten | Freigaben oder harte Prüfregeln verändern |
„No LLM in the control loop“ bedeutet hier: Auswahl, Wiederholungsgrenzen, Prüfungen und Abschlussbedingungen werden programmatisch entschieden. Modelle bleiben für Codeänderungen und Reviews zuständig, aber sie dürfen nicht eigenmächtig den Umfang einer Aufgabe erweitern.
Die dokumentierte Reihenfolge ist konkreter als ein bloßes „Agent arbeitet bis fertig“: Entwicklung → Verifikation → unabhängiges Review → erneute Verifikation → Commit. Worktree-Isolation muss ausdrücklich eingeschaltet werden. Ein zusätzlich selbst gebautes Dashboard ist nicht nötig, wenn die native TUI des Projekts genügt.
Wichtig sind auch die Grenzen der Voreinstellungen: Ein unabhängiges Review wird standardmäßig nicht zwangsläufig für jede Story ausgelöst. Bestimmte Budgetpfade können einen Commit trotz ausgeschöpfter Review-Zyklen zulassen. Und das Token-Limit pro Story ist ein Warnbudget, kein harter Stopp. V6 muss diese Lücken über die vorgesehenen Erweiterungspunkte schließen, statt den Kontrollkreislauf selbst neu zu schreiben.
V6 sieht zwei getrennte Profile vor: DEV für Entwicklungsaufgaben und REVIEW für die unabhängige Prüfung. Unterschiedliche Modellziele – im Entwurf Sonnet 5.5 für Entwicklung und GPT-6-Sol für Review – sind zunächst nur Rollenwünsche. Die tatsächlichen Modell-IDs, Provider, Zugangsdaten und Kostenbudgets müssen aus einer nicht geheimen Konfiguration und echten Aufrufprotokollen bestätigt werden.
Cline-Dokumentation belegt unter anderem CLI-Optionen für Arbeitsverzeichnis, Konfiguration, isolierten Zustand und Modellwahl. Daraus folgt aber noch keine passende native Profile-Funktion. Entscheidend ist: Die dokumentierten bmad-loop-Adapter setzen Lifecycle-Hooks voraus; Cline ist in der Liste der unterstützten CLI-Varianten nicht enthalten.
Vor einem Start muss deshalb praktisch nachgewiesen werden, dass Cline eine neue Sitzung starten, einen Auftrag annehmen und mit eindeutig zuordenbaren Start- und Abschlussereignissen beenden kann. Eine normale Nachricht oder das Ende eines verschachtelten Werkzeugaufrufs darf nicht fälschlich als abgeschlossene Story gelten. Auch Abbruch, Prozessende und nicht verfügbare Nutzungsdaten müssen klar behandelt werden. Wenn Cline den bestehenden Vertrag nicht erfüllt, braucht es eine offizielle oder sauber abgegrenzte Anpassung – keinen Rückfall auf die V5-Architektur.
Jev ist laut TypeSafe kein Chat- oder Codevervollständigungsmodell, sondern liefert strukturierte Antworten auf Fragen zu einem gegebenen Zustand. Es kann beispielsweise eine Auswahl oder Bewertung zurückgeben, die Software weiterverarbeiten kann. 1
2
Für V6 sollte die Prüfung deshalb zweigeteilt sein:
Als vorgeschlagene Schnittstelle bedeutet Exit-Code 0 „bestanden“, 1 „Umfang oder Abnahme verletzt“ und 75 „Dienst, Authentifizierung, Übertragung oder Umgebung nicht verfügbar“. Der konkrete Aufruf und die Prüfung der Jev-Antwort müssen noch implementiert und getestet werden.
Ein nachgelagertes Gate kann außerdem nicht rückgängig machen, was ein Agent zuvor außerhalb des Arbeitsbereichs getan hat. Worktrees sind keine vollständige Sicherheits-Sandbox. Deshalb gehören begrenzte Berechtigungen und der Ausschluss von Produktionszugängen ebenfalls zu den Schutzmaßnahmen.
Harness² beschreibt eine zweistufige Verbesserung von Agenten-Ausführungsumgebungen: auf Aufgabenebene durch „Propose–Probe–Compose“, auf Harness-Ebene durch das Festhalten von Erfahrungen für spätere Aufgaben. Dabei bleiben die Modellgewichte unverändert. 9
10
Für V6 ist nur der zweite Gedanke vorgesehen: eine knappe Textdatei mit konkreten, belegten Lehren. Jede Notiz sollte Auslöser, Geltungsbereich, eine umsetzbare Empfehlung sowie Beleg und Gegenbeispiel enthalten. Eine ungeprüfte Vermutung wird nicht als neue Regel veröffentlicht. Das ist von Harness² inspiriert, aber keine vollständige Implementierung des Systems.
Als Beispiel dient eine Story, die doppelte Bestellungen verhindern soll. Voraussetzung ist, dass die Produktanforderung und die erlaubten Dateien bereits feststehen.
Ein Review-Workflow, der nur „fertig“ meldet, ist noch keine bestandene Abnahme. Ebenso ist ein Review, das den Build-Skill erneut aufruft und dabei den Code verändern kann, nicht automatisch ein unabhängiges, schreibgeschütztes Review. Diese Trennung muss die Implementierung durch tatsächliche Rechte und eine fehlersichere Commit-Prüfung belegen.
| Situation | Erwartetes Verhalten |
|---|---|
| Lokaler IDE- oder SSH-Abbruch | Auf dem VPS erscheint danach ein neuer, echter Arbeitsschritt; eine laufende tmux-Sitzung allein genügt nicht als Nachweis. |
| Modell- oder Jev-Dienst nicht erreichbar | Der Ablauf pausiert innerhalb einer begrenzten Zeit, statt fehlende Prüfungen zu übergehen. |
| Test schlägt fehl | Der echte Fehler bleibt erhalten; es wird nicht committet. |
| Review lehnt ab, bleibt unklar oder läuft ab | Kein Commit und kein Umgehen der unabhängigen Prüfung. |
| Kandidat ändert sich nach dem Review | Die frühere Freigabe gilt nicht mehr. |
| Commit, Merge oder Ticket-Rückschreiben wird unterbrochen | Der native Laufzustand bleibt maßgeblich; es wird keine zweite Wiederherstellungslogik gebaut. |
| Mensch verlangt Stopp | Nachgewiesen wird das Ende der Sitzung und ihrer Werkzeugprozesse – nicht nur, dass ein Stoppsignal versendet wurde. |
„Der lokale Client ist offline“ und „der VPS hat keinerlei Netzwerkzugang“ sind verschiedene Tests. V6 soll den ersten Fall bewältigen. Im zweiten Fall muss es kontrolliert pausieren und den bisherigen Stand bewahren, nicht weiterarbeiten.
Der bestehende V5-Plan sollte mit seinem bisherigen Inhalt, den offenen Punkten und historischen Testergebnissen erhalten bleiben. Empfohlen ist, ihn als suspendiert zu kennzeichnen und ausdrücklich festzuhalten, dass die V5-Ausführung nicht weiterentwickelt wird. Offene Punkte dürfen nicht nachträglich als erledigt markiert werden; historische Tests sind keine V6-Prüfung.
Für V6 braucht es eine neue Plan- und ADR-Identität. Eine frühere ADR sollte in ihrem damaligen Status bleiben, statt im Nachhinein als angenommen zu gelten. V6 kann frühere Entscheidungen zu Ausführung, Speicher und Orchestrierung ersetzen, ohne die Analyseprinzipien und Grenzen menschlicher Autorisierung zu verlieren.
Ein eingefrorenes Dokument bedeutet allerdings nicht automatisch, dass alte Prozesse beendet oder Startskripte deaktiviert sind. Das wäre ein eigener, gesondert freizugebender Schritt.
Die Dokumentation von bmad-loop nennt Python 3.11 oder neuer, Git 2.34 oder neuer und tmux 3.2 oder neuer. Für die TUI kommen optionale Abhängigkeiten hinzu; das Ticket-Setup setzt ein korrekt initialisiertes BMAD-Projekt voraus. Cline muss in einer festgelegten Version installiert werden; die genaue Node-Anforderung ist anhand der Paketmetadaten zu prüfen, nicht zu erraten.
Zum MVP gehören somit nur die erforderliche Laufzeit, bmad-loop, Cline, BMAD-METHOD samt Projekt-Setup, die benötigten Testabhängigkeiten und – falls gewählt – das tatsächlich verwendete Werkzeug für Jev-Aufrufe. Ein zweiter Agent, eine Datenbank, eine zusätzliche Queue, ein selbst gebautes Dashboard oder die vollständige Harness²-Laufzeit sind nicht vorgesehen.
Die geplanten V6-Dateien sollten sich auf Plan und ADR, native bmad-loop-Policy, zwei geprüfte Cline-Profile, Skill-Einstiegspunkte, eine Erfahrungsdatei und ein kleines Verzeichnis für externe Gates beschränken. Laufzustand und Protokolle gehören in die nativen Laufverzeichnisse, nicht in ein zweites selbst entwickeltes Status-Ledger.
Ein überzeugender erster Durchlauf ist nicht bloß ein grüner lokaler Test. Er muss eine echte freigegebene Story mit Entwicklung, Pflicht-Tests, Jev-Prüfung, unabhängigem Review und nativem Commit abschließen. Nach Trennung des lokalen Clients muss mindestens ein neuer realer Arbeitsschritt samt Beleg stattfinden.
Außerdem müssen Verstöße, unklare Reviews, nicht verfügbare Dienste und fehlgeschlagene Tests zuverlässig vor dem Commit stoppen. Die nächste neue Sitzung muss die freigegebene Erfahrung lesen können. Für den Nachweis eines durchgehenden Lernkreislaufs braucht es dafür mindestens eine weitere kleine Story – eine Ein-Story-Demo reicht nicht.
Die Richtung für BMRalph V6 ist klar: weniger selbst entwickelte Infrastruktur, ein einziger Ausführungsrahmen und stärkere, nachweisbare Grenzen zwischen Entwicklung, Review und Commit. Der wichtigste nächste Schritt ist nicht, noch einen Controller zu schreiben. Es ist der praktische Beleg, dass Cline in den vorgesehenen Ablauf passt und eine unabhängige Prüfung den Commit im Fehlerfall wirklich verhindert.
Solange dieser Beleg fehlt, sollte V6 ein Architekturplan bleiben. Eine Lücke darf nicht durch einen neuen Eigenbau verdeckt werden – sonst würde der Neustart genau die Komplexität zurückbringen, die er beseitigen soll.
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V5 sollte als Ausführungsschicht eingefroren werden. Die Analyseprinzipien und historischen Belege bleiben erhalten, gelten aber nicht als V6 Nachweis.
V5 sollte als Ausführungsschicht eingefroren werden. Die Analyseprinzipien und historischen Belege bleiben erhalten, gelten aber nicht als V6 Nachweis. Der schlanke V6 Entwurf kombiniert bmad loop als Orchestrator, Cline als einziges Ausführungsframework, externe Prüfungen und eine begrenzte Textdatei für wiederverwendbare Erfahrungen.
Der zentrale technische Engpass ist die Cline Anbindung: Eine passende Lifecycle Integration und ein wirklich unabhängiger, schreibgeschützter Review sind noch nicht belegt.