Absoluter Preisunterschied: Tao stellte klar: „Verglichen mit dem High-End-Gaming-PC ist unser Produkt günstiger“ . Selbst nach den Erhöhungen um 100 US-Dollar liegen die Preise in den USA bei 599 US-Dollar für die PS5 Digital Edition, 649 US-Dollar für die Disc-Version und 899 US-Dollar für die PS5 Pro – allesamt deutlich unter dem Preis eines High-End-PCs .
Discs sind nicht das Unterscheidungsmerkmal: Auf die Frage, wie Sony seine Konsolen nach dem Wegfall der physischen Discs von PC-Spielen abgrenzen wolle, argumentierte Tao, dass „die Disc selbst kein Differenzierungsfaktor ist.“ Sie verwies stattdessen auf Sonys wahre Stärken: kuratierte, exklusive Inhalte und eine stabile, optimierte Spielumgebung, die ein PC nicht garantiert .
Verlage können weiterhin Boxen mit Codes ausliefern: Tao merkte an, dass Verlage auch in einer rein digitalen Zukunft „leere Boxen mit Codes darin“ an den Einzelhandel in Märkten wie Nordamerika liefern könnten, um so die Präsenz im Regal zu erhalten .
Sony erhöhte die PS5-Preise innerhalb von zwölf Monaten zweimal, was direkt auf die weltweite Knappheit an Speicherchips zurückzuführen ist, die durch den enormen Bedarf von KI-Rechenzentren an DRAM- und NAND-Speicher verursacht wird .
Zweite Preiserhöhung (März 2026): Sony kündigte eine Preiserhöhung um 100 US-Dollar für alle Modelle in den USA an, die am 2. April 2026 in Kraft trat . Die PS5 Digital stieg auf 599 US-Dollar, die Disc-Version auf 649 US-Dollar und die PS5 Pro auf 899 US-Dollar .
Auswirkungen auf den Absatz: Sony verkaufte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 nur 1,5 Millionen PS5-Konsolen – ein Rückgang von 46 % gegenüber dem Vorjahr, obwohl die Gesamteinnahmen der Gaming-Sparte für das gesamte Geschäftsjahr mit 4,69 Billionen Yen (29,9 Milliarden US-Dollar) stabil blieben .
Branchenweiter Effekt: Auch Microsoft, Nintendo, Asus und MSI haben aufgrund des gleichen Kostendrucks bei Speicherchips ihre Hardwarepreise erhöht. Analysten stellen fest, dass sich die Knappheit weiter verschärft hat, da die KI-Nachfrage das Angebot an Consumer-Chips verdrängt. Die Marktanalyse von Kearney aus dem Jahr 2026 prognostiziert eine vollständige Erholung des Marktes erst für das Jahr 2030 .
Am 1. Juli 2026 gab Sony über den Playstation Blog bekannt, dass ab Januar 2028 die Produktion von physischen Spielediscs für alle neuen Playstation-Spiele eingestellt wird . Neue Veröffentlichungen werden dann nur noch digital über den Playstation Store oder als Download-Codes in Einzelhandelsboxen verkauft .
Sonys Begründung:
Fan-Proteste: In den sozialen Medien, Foren und Kommentarspalten von Gaming-Nachrichten entlud sich eine laute und anhaltende Welle der Kritik. Die Fans äußerten Bedenken hinsichtlich der Spielerhaltung, der Möglichkeit, Spiele weiterzuverkaufen oder zu verleihen, und des Verlusts der Kontrolle über das Eigentum . Kotaku berichtete, dass es „eine laute Gruppe verärgerter Fans“ gebe, die das Unternehmen für den rein digitalen Kurs weiterhin kritisieren .
Sonys Reaktion auf die Proteste: Tao räumte die negative Reaktion ein, schloss aber eine Kehrtwende aus. Sie sagte, das Unternehmen werde „diesen Schritt vorsichtig vorantreiben,“ und bekräftigte, dass die breitere Digitalisierung der Branche der treibende Faktor sei und Sony nicht zurückweichen werde .
Reaktion der Branche: The Verge bezeichnete es als „Sonys Tötung aller physischen Playstation-Spielediscs“ . CNBC charakterisierte es als „einen bedeutenden Schlag“ für den physischen Spielemarkt . TechCrunch und Engadget merkten an, dass der Schritt im Grunde signalisiere, dass die PS6 als disc-lose Konsole auf den Markt kommen werde . Microsoft und Xbox haben noch keine ähnliche Ankündigung gemacht, aber es wird spekuliert, dass sie wahrscheinlich nachziehen werden .