Am 17. September 2026 war die geplante Einigung zwischen Südkorea und den USA noch nicht spruchreif. Die erwartete Bekanntgabe verzögerte sich, bevor öffentlich feststand, welche Projekte Seoul finanzieren und zu welchen Bedingungen es das Risiko tragen würde. Außenminister Cho Hyun verwies auf innerstaatliche Verfahrensfragen. Medienberichte beschrieben zugleich offene Punkte bei Atomprojekten, Zahlungsplänen und der Verteilung von Gewinnen und Verlusten. Diese Berichte handelten von Verhandlungspositionen, nicht von endgültigen Zusagen.
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Warum die Verschiebung wichtig war
Die Regierung sagte eine für den 17. September vorgesehene Unterrichtung eines Ausschusses der südkoreanischen Nationalversammlung ab und stellte vorläufig den 22. September als neuen Termin in Aussicht. Damit wurde auch die für dieselbe Woche erwartete Unterzeichnung und Bekanntgabe fraglich. Verhandelt wurde über strategische Investitionen von 200 Milliarden US-Dollar innerhalb einer größeren Zusage von 350 Milliarden US-Dollar; 150 Milliarden US-Dollar davon waren für den Schiffbau vorgesehen.
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Vor seiner Reise nach Washington erklärte Cho, die Verzögerung solle innerstaatliche Abläufe klären und gehe nicht auf Meinungsverschiedenheiten zwischen den Regierungen zurück. Ein Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio war geplant, bei dem wirtschaftliche und sicherheitspolitische Themen zur Sprache kommen sollten. Ein Gesprächstermin bedeutete jedoch noch keine Einigung über die Investitionsbedingungen.
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Auch Südkoreas Industrieministerium hatte betont, dass noch kein erstes Projekt endgültig feststehe. Für eine Bekanntgabe seien Abstimmungen mit Washington und Verfahren nach südkoreanischem Recht nötig. Meldungen über mögliche Vorhaben waren daher nicht mit genehmigten Investitionen gleichzusetzen.
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Atomkraft: viel Kapital, offene Bedingungen
Ein diskutierter Vorschlag sah acht Reaktoren in den USA vor: sechs nach dem AP1000-Entwurf von Westinghouse und zwei nach dem südkoreanischen APR1400-Entwurf. Ein möglicher südkoreanischer Beitrag von rund 120 Milliarden US-Dollar würde den Großteil des strategischen Investitionsrahmens beanspruchen. Berichte brachten Streit über Atomprojekte mit der Verzögerung in Verbindung; weder die Zusammensetzung noch die Summe waren jedoch als Bauprogramm beschlossen.
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Daneben stand eine mögliche Beteiligung an Westinghouse im Raum. Verhandelt wurde Berichten zufolge darüber, wer Anteile erwerben, wie groß der Anteil sein und wie der Kauf finanziert werden sollte. Ein Bericht zufolge könnte eine Beteiligung unter zehn Prozent Seoul den angestrebten Sitz im Verwaltungsrat vorenthalten; ein anderer beschrieb die Möglichkeit, dass der Kauf außerhalb des 200-Milliarden-Dollar-Rahmens finanziert werden müsste. Für Südkorea machte es einen Unterschied, ob es Einfluss auf das Unternehmen erhielte oder lediglich finanziell beteiligt wäre.
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Als weiterer möglicher Posten wurde eine US-Anregung zur Wiederaufbereitung von rund 4.000 Tonnen abgebrannter Brennelemente mittels Pyroprocessing berichtet. Für dieses Vorhaben waren weder Investitionssumme noch wirtschaftlicher Ertrag geklärt. Entsprechend blieb offen, ob und wie es in den begrenzten Rahmen passen könnte.
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Wer zahlt – und wer trägt Verluste?
Strittig war laut Berichten auch, wann Geld fließen sollte, nicht nur wie viel. Seoul hielt an einer Obergrenze von 200 Milliarden US-Dollar für die strategischen Investitionen und an jährlichen Überweisungen von höchstens 20 Milliarden US-Dollar fest. Zahlungen, bevor Projekte und Schutzmechanismen feststehen, würden die Finanzierung vor die Klärung des Risikos stellen. Daraus folgt allerdings nicht, dass Südkoreas offizielle Devisenreserven automatisch im selben Umfang sinken würden.
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Das geplante Gaskraftwerk in Encinal, Texas, zeigte die wirtschaftliche Seite des Problems. Berichte bezifferten die Kosten auf mehr als 20 Milliarden US-Dollar und beschrieben steigende Schätzungen; Höhe der südkoreanischen Beteiligung sowie Anteile und Gewinnverteilung waren weiter Gegenstand von Gesprächen. Für ein Kraftwerk, das unter anderem große Rechenzentren versorgen soll, sind verlässliche Abnehmer und Einnahmen entscheidend. Langfristige Stromabnahmeverträge zu vermitteln wäre dabei nicht dasselbe, wie Zahlungen zu garantieren. Auch ein Flüssigerdgasprojekt in Alaska wurde erwogen – mit offenen Fragen zu Kosten, Rendite und möglichen Budgetüberschreitungen.
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Besonders folgenreich war schließlich die Frage der Abrechnung. Bei einer gemeinsamen Betrachtung aller Projekte könnten Gewinne erfolgreicher Vorhaben zunächst Verluste anderer Vorhaben ausgleichen. Bei einer Abrechnung Projekt für Projekt ließe sich ein Gewinn separat verteilen, obwohl Südkorea anderswo sein eingesetztes Kapital noch nicht zurückerhalten hätte. Das würde beeinflussen, wie gut Seoul Risiken über das gesamte Paket streuen könnte und wann eine bevorzugte US-Gewinnbeteiligung einsetzte. Keine der beiden Methoden könnte eine Rückzahlung garantieren, falls die Projekte insgesamt zu wenig erwirtschaften.
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Chos öffentliche Erklärung und die Berichte über strittige Konditionen sind deshalb auseinanderzuhalten. Sicher war am 17. September vor allem eines: Die Ankündigung blieb ungewiss, und weder die berichtete Projektliste noch die mögliche Risikoverteilung waren als endgültig anzusehen.
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