Aus mehr Selbstbezeichnungen folgt nicht automatisch, dass Menschen „indoktriniert“ wurden.
Mehr Sichtbarkeit, weniger Stigma, neue Begriffe und soziale Akzeptanz können mögliche Erklärungen dafür sein, warum Menschen heute eher sagen, dass sie queer, bi, trans oder nichtbinär sind.
„Das gab es früher nicht“ ist wahrscheinlich falsch formuliert. Plausibler ist: Es war weniger sichtbar, weniger benennbar und oft sozial riskanter, offen darüber zu sprechen.
Begriffe wie „queer“ werden heute oft breiter verwendet als frühere Kategorien wie schwul, lesbisch, bi oder trans. Das kann von außen wirr wirken, ist aber oft einfach eine andere Sprache für Identität und Orientierung.
Aus Sicht einer trans Frau ist „lesbisch“ nicht zwingend widersprüchlich, wenn sie sich als Frau versteht und Frauen liebt.
Man kann diese Selbstbeschreibung ablehnen oder diskutieren, aber intern ist sie nicht einfach „hetero und nennt sich lesbisch“.
„Agenda 30“ ist als Erklärung durch die genannten Umfragedaten nicht belegt.
Einzelne Fälle im Bekanntenkreis reichen nicht, um auf eine organisierte Indoktrination zu schließen.
Jugendliche und junge Erwachsene können Identitätsbegriffe ausprobieren, Gruppensprache übernehmen oder Labels später wieder ändern. Das kann vorkommen, ist aber nicht dasselbe wie Gehirnwäsche.